Statements von Lehrpersonen

"Seit 14 Jahren unterrichte ich als Oberstufenlehrer die Fächer Deutsch, Französisch und Geschichte im Homeschooling im Kanton Luzern. Ich geniesse es, ein oder zwei Kinder am Stubentisch in diese Fächer einzuführen. Sechs dieser Schüler haben die Schule beendet und sind erfolgreich im Berufsleben. Ich bin sehr erfreut, dass sie keine nennenswerten Schwierigkeiten im sozialen Bereich haben.

Für das Gelingen von Homeschooling dünkt mich die Motivation der Eltern sehr wichtig. «Wir wollten diese Kinder und sind für sie bis zur Volljährigkeit verantwortlich,» so sagte mir die Mutter. Und dabei sind starke Charakteren herausgekommen. Durchhaltevermögen und gutes Organisationstalent der Eltern sind entscheidend. Kann sich der Staat heutzutage was Besseres wünschen als Eltern, die die volle Verantwortung für ihre Kinder übernehmen?" A.V.

"Im Leben erfolgreich sein als ehemalige Homeschooler - geht das?

Ja, das geht: Meine inzwischen erwachsenen Kinder beweisen es, ob als Gärtner, Bauingenieur oder angehende Erziehungswissenschafterin. Und mit ihnen viele Kinder, die ich als Homeschoollehrerin begleitet habe und immer noch begleite.

Der kleine individuelle Rahmen gibt vielen Kindern die Sicherheit und Geborgenheit, die sie brauchen, um sich entfalten zu können. Mitzuerleben, wie sich Kinder konzentriert und mit Ausdauer ihren Tätigkeiten und Projekten widmen, kreativ und eigenständig ihren Weg gehen, an Hindernissen wachsen, ist immer wieder beeindruckend."

B. aus Luzern

"Als praktizierende und erfahrene Logopädin bin ich fest davon überzeugt, dass wenn mehr Kinder sich in ihrem Tempo frei entwickeln könnten, dass wir dann keinen Fachkräftemangel mehr im Kanton hätten, da es schlichtweg weniger Kinder mit Therapiebedarf gäbe. Denn oftmals ist die Therapieindikation zurückzuführen auf ein nicht mithalten können mit dem Schulsystem und nicht auf eine pathologische Spracherwerbsstörung. Kurz: Im Homeschooling hat jedes Kind das Recht, sich in seinem Tempo zu entwickeln, Verzögerungen in Motorik oder Sprache werden nicht per se als therapiebedürftig angesehen." Sabrina B. aus E.

 

«Für mich als Lehrperson gab es früher nur die Volksschule. Ich dachte, dass es da für alle irgendwie einen Weg geben würde. Diese Illusion wurde dann jäh getrübt, als mein Sohn in der 4. Klasse emotionell immer mehr einging und ganz klar ausdrückte, dass er nicht mehr zur Schule gehen möchte. Alle Bemühungen von uns Eltern scheiterten, um mit der Volksschule einen gangbaren Weg zu finden. Auch andere Kinder in der Klasse meines Sohnes litten, teilweise ebenfalls stark. Erst als wir uns entschieden, unseren Sohn von der Volksschule zu nehmen und mit ihm privat zu lernen, blühte er wieder auf und entfaltete seine Stärken und Lernfreude wieder, was für die ganze Familie eine grosse Erleichterung war und bis heute ist. Auch ich selber durfte und darf selber sehr viel dabei lernen. Unser Lernhorizont geht sehr viel weiter als nur bis zu den Kernkompetenzen. Wir lernen praxisnaher und ganzheitlicher. Eine Bereicherung für alle Beteiligten." K.M.

 

"In der Privaten Schulung kann ich sowohl die Interessen der Kinder als auch die sensiblen Phasen zum Erlernen eines bestimmten Inhalts viel besser berücksichtigen. Im kleinen Rahmen, also mit weniger Kindern als im volksschulüblichen Kontext, können Beziehungsaufbau und -pflege, individuelle Förderung, optimale Passung, Lernbegleitung und Beobachtungsphasen auch wirklich umgesetzt werden. Für die Zukunft wünsche ich mir von den verantwortlichen Stellen Offenheit für eine vielseitige Bildungslandschaft und wieder mehr Vertrauen in die privat unterrichtenden Lehrpersonen" A.L